Google und die 300er-Fehler

Warum Verlinkungen auf Google-Produkte zu Fehlern führen

Google arbeitet als Internet-Riese tagtäglich daran, den Nutzern ein bestmögliches Nutzererlebnis zu präsentieren – nicht selten zum Leid von Webseitenbetreibern. Nicht nur die unzähligen Updates, die jedes Jahr ausgespielt werden, können hart in das Ranking einer Webseite eingreifen, sondern auch hauseigene Programmierungen können dazu führen, dass „nett gemeinte“ Einbindungen auf der Webseite eher ins Gegenteil umschlagen.

Wer sich ab und an einen SEO-Report seiner Webseite anschaut, wird eventuell mit teils sehr unschönen Zahlen konfrontiert – etwa mit diversen Hinweisen aus dem 300er-Fehlerbereich. Wir klären hier auf, was diese Fehler mit den Google-Produkten zu tun haben!

Nutzen Sie Google Maps, Youtube und Co.?

Besonders betroffen sind hier Webseitenbetreiber, die zum Beispiel die Unternehmensprofile von Google (früher bekannt als Google MyBusiness) auf der Webseite verlinkt haben. Auch Verlinkungen auf Kartenausschnitte von Google Maps (etwa für Stadtgebiete oder Standorte) sowie die Verlinkung auf YouTube-Kanäle kann dazu führen, dass sich die 300er-Fehlermeldungen läppern.

Im Folgenden wollen wir uns vor allem Meldungen mit dem Fehlercode 302 anschauen!

Was sind 300er-Fehler?

Die Fehlermeldungen aus dem 300er-Bereich weisen auf Umleitungen hin – also darauf, dass das Ziel ein anderes ist, als ursprünglich verlinkt wurde.

Wir sehen uns hier zwei Meldungen genauer an:

Verlinkungen mit dem Fehlercode 301 weisen auf eine permanente Weiterleitung hin – zum Beispiel, wenn sich eine URL geändert hat. Häufig tritt diese Meldung auf, wenn die Ziel-URL umgezogen ist (z.B. von www.makler.de auf www.makler-beispielstadt.de) oder der Sicherheitsstandard der Webseite angepasst wurde (von http:// auf https://).

Weisen Verlinkungen auf den Fehlercode 302 hin, handelt es sich um eine temporäre Weiterleitung – dies kann zum Beispiel bei Wartungsarbeiten an einer Zielseite aufkommen, wenn die Betreiber der Zielseite die Weiterleitung nicht als permanente Änderung an Google und Co. übermitteln möchte.

Wie entstehen 302-Fehlercodes?

Meldungen mit dem Fehlercode 302 weisen – wie oben beschrieben – auf temporäre Weiterleitungen hin. Sie entstehen also, wenn das Ziel hinter dem aufgerufenen Link vorübergehend – oder eben nicht permanent – das Gleiche ist, wie es über die Verlinkung wäre.

Besonders betroffen sind hierbei Verlinkungen auf Google Maps, YouTube oder das Unternehmensprofil bei Google. Aber wieso ist das so?

Hierfür gibt es verschiedene Gründe – die beiden häufigsten sind der Cookie-Consent und die Parameter-Nutzung von Google.

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Wie Cookie-Fenster zu Fehlermeldungen führen

Nicht nur Google selbst ändert sich und seine Produkte konstant, auch rechtliche Rahmenbedingungen und Gesetze – wie etwa die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) – erfordern konstante Anpassungen, wenn es um das Thema Datenschutz, Cookie-Consent und Co. geht. Viele Betreiber – so auch Google – nutzen aktuell eine Methode, bei der vor der ersten Öffnung einer Seite ein großflächiges Fenster eingespielt wird, in dem der Consent zur Datenverarbeitung eingestellt werden muss.

Und genau hier kommt es zu der Fehlermeldung, denn: Diese Cookie-Fenster geben nicht selten eine eigene URL aus.

Wer jetzt also nach dem YouTube-Kanal der MaklerWerft sucht (https://www.youtube.com/@maklerwerft), erreicht nicht als erste Station den Kanal, sondern ein großflächiges Cookie-Fenster mit eigener URL (z.B. https://consent.youtube.com/m?continue=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2F%40maklerwerft%3Fcbrd%3D1&gl=DE&m=0&pc=yt&cm=2&hl=de&src=1).

Erst nach der Einstellung der gewünschten Cookies werden Nutzer auf die eigentliche URL weitergeleitet.

Kann man denn nicht direkt auf das Cookie-Fenster verlinken? Nein! Die Verlinkung der Cookie-URL hätte zur Folge, dass gleiche Fehlercodes wieder auftauchen, denn hier würden sich Parameter ändern.

Was es mit den Parametern auf sich hat

Google lebt von den Daten seiner Nutzer – das sollte bekannt sein. Um möglichst viele Nutzerdaten abzugreifen und im Gegenzug das Nutzererlebnis zu verbessern, verwendet Google an vielen Stellen sogenannte Parameter – kleine „Schnipsel“ innerhalb einer URL, die bestimmte Daten beinhalten.

Hier kommen wir also an den Punkt, warum die Verlinkung auf Standorte via Google Maps, aber auch die Verlinkung auf das Unternehmensprofil oder der Link auf den Cookie-Consent von YouTube zur Fehlermeldung 302 führen – denn die URLs ändern sich für jeden Nutzer!

Die von Google verwendeten Parameter beinhalten unter anderem Daten zum ausgegebenen Standort, der Art der Kartendarstellung oder Längen- und Breitengrade für die exakte Standortbestimmung. Diese könnten bei allen Nutzern noch gleich sein, aber: ab hier wird es individuell. Nun schaut Google beim Aufruf einer Route oder eines Kartenausschnitts zum Beispiel auch drauf, ob ein Nutzer bereits mit einem Google-Profil eingeloggt ist, welche Daten über das Profil freigegeben werden (etwa der Standort des Nutzers), ob der Nutzer Cookies akzeptiert hat und welche das sind, und und und …

Diese Individualisierung der Parameter führt also dazu, dass der Ziel-Link bei zwei Nutzern, die auf der gleichen Webseite auf die gleiche Verlinkung klicken, unterschiedlich aussehen kann – und eben nicht permanent ist, sondern temporär und sich auf Basis der Nutzereinstellungen anpassen kann.

Wie kann ich 300er-Fehler beheben?

300er-Meldungen sind erstmal nichts Schlimmes. In der Regel handelt es sich hierbei um Hinweise, dass es zu Komplikationen kommen kann.

Sollte Ihnen bei einer SEO-Auswertung eine Vielzahl an Hinweisen aus der 300er-Reihe auffallen, müssen Sie nicht Hals über Kopf in Panik verfallen – häufig sind es nur wenige Fehler, die sich aber über mehrere Seiten duplizieren, weil die fehlerhafte Verlinkung zum Beispiel im Footer der Webseite eingebunden ist – und somit auf jeder Seite erscheint.

Bei einzelnen 301-Meldungen, etwa bei der Verlinkung von Partnerunternehmen, sollten Sie die gesetzten Links prüfen und bei Bedarf austauschen – zum Beispiel, wenn die Zielseite auf eine neue URL umgezogen ist. Geben gesetzte Ziel-Links – wie zum Beispiel die Verlinkung auf Google Maps – eine 302-Meldung, können Sie diese überprüfen, um Fehler auszuschließen. Wenn Sie feststellen, dass Sie über den Link auf die entsprechende Zielseite kommen, können Sie durchatmen – hier ist nichts weiter zu tun. Auch wenn die Zahlen im SEO-Report erstmal erschreckend aussehen.

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    Michaela Schuster
    Leitung Digital Marketing
    Digital Marketing Manager / Google Ads zertifiziert
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    Alisha Semmel
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    Martina Skaro
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